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Schulterschmerzen

Schulterschmerzen sind eine weitverbreitete gesundheitliche Beeinträchtigung, die, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, sowohl die Lebensqualität als auch die tägliche Funktionalität erheblich beeinflussen kann. Laut aktuellen Gesundheitsstatistiken sind Schulterschmerzen eine häufige Ursache für Arztbesuche und zählen darüber hinaus zu den führenden Gründen für Arbeitsunfähigkeit. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2022 mehr als 5 Millionen Arztbesuche aufgrund von Schulterschmerzen verzeichnet.

Doch das müsste nicht so sein! In meiner Praxis erlebe ich wöchentlich, wie sich Funktionseinschränkungen der Schulter und die damit verbundenen Schmerzen oft schon nach nur einer Behandlung signifikant zum Besseren verändern. Mit der richtigen Strategie und der individuellen Übungsauswahl können die Patienten oft schon nach relativ kurzer Zeit wieder beschwerdefrei ihren Alltag gestalten, uneingeschränkt Arbeiten und auch ihrem Freizeitsport nachgehen.

Schulterbeschwerden können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Die gängigen Diagnosen lauten dann oft Kalkschulter, Schultergelenkarthrose. Häufig liest man auch etwas vom weit verbreiteten Impingementsyndrom oder der „frozen shoulder“ – einem Beschwerdebild in dem die Schulter nahezu wie eingefroren erscheint und Betroffene manchmal den Arm gar nicht mehr vom Körper wegbewegen können.

Oft treten Schulterprobleme nach einem Sturz oder einer plötzlichen Überdehnung auf.

 

Doch nicht nur Unfälle oder Verletzungen können Schulterschmerzen verursachen, auch wiederholte Belastungen im Beruf oder ein Bewegungsmangel.

Zu diesen wiederholten Bewegungen sowie dem Mangel an regelmäßiger Bewegung zählt auch besonders oft eine falsche Atmung. Wir Menschen machen etwa 20.000 Atemzüge pro Tag. Bei dieser Zahl kann man sich schnell vorstellen wie viel Auswirkungen die Qualität dieser Bewegungen auf unser Wohlbefinden hat.

Natürlich wirkt sich eine schlechte Atem-Mechanik nicht nur negativ auf die Schultern, sondern auf den ganzen Körper aus, aber eben besonders oft auf Nacken, unteren Rücken, Hüften und eben Schultern.

Der anatomische Aufbau des Schultergelenks ermöglicht eine enorme Bewegungsfreiheit, von der wir allerdings in unseren alltäglichen Bewegungsmustern meist nur einen Bruchteil nutzen. Roland Liebscher-Bracht hat dies einmal ausgerechnet und meinte zu mir, viele Menschen nutzen oft nur 5-10 % ihres Bewegungsspektrums in nennenswerter Häufigkeit.

Gerade diese hohe Beweglichkeit macht das Schultergelenk jedoch auch anfällig für Verletzungen und Erkrankungen, insbesondere wenn die Muskeln und Strukturen nicht richtig ausbalanciert sind oder teilweise überbeansprucht werden.

Und genau darum geht es bei einer erfolgreichen Therapie von Schulterschmerzen. Dieses muskeldynamische Gleichgewicht wiederherzustellen.


Um sich ein besseres Bild machen zu können, was genau das Schultergelenk eigentlich ausmacht, hier eine kurze Beschreibung:


Das Schultergelenk ist ein äußerst flexibles und komplexes Gelenk, das aus mehreren anatomischen Strukturen besteht. Es gehört zu den sogenannten Kugelgelenken und ermöglicht eine breite Palette von Bewegungen, darunter Heben, Senken, Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen sowie Drehungen des Arms. Hier ist eine kurze Erklärung des anatomischen Aufbaus des Schultergelenks:

  1. Schulterblatt (Scapula): Das Schulterblatt bildet den Rücken des Schultergelenks und hat eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung und Bewegung. Auf der Rückseite des Schulterblatts befindet sich die Glenoidhöhle, eine flache, gelenkige Vertiefung.

  2. Oberarmknochen (Humerus): Der Oberarmknochen ist der knöcherne Teil des Gelenks. Der Kopf des Humerus passt in die Glenoidhöhle des Schulterblatts, wodurch das eigentliche Schultergelenk entsteht.

  3. Gelenkkapsel: Die Gelenkkapsel umgibt das Schultergelenk und hält die synoviale Flüssigkeit, die das Gelenk schmiert und für reibungslose Bewegungen sorgt.

  4. Rotatorenmanschette: Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln und Sehnen (Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularis), die den Oberarmkopf umgeben. Diese Muskeln sind entscheidend für die Stabilität und Bewegung des Schultergelenks.

  5. Bänder und Sehnen: Verschiedene Bänder und Sehnen verbinden die Knochen im Schultergelenk und unterstützen die Beweglichkeit und Stabilität.

 

Wenn Sie die obige Aufstellung auch nur kurz überflogen haben, können Sie sich vielleicht vorstellen, welch komplexes Gebilde an Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern zusammenspielen muss, damit Ihr Arm geschmeidig den Weg in den Jackenärmel finden oder ein Glas aus dem oberen Regal holen kann.


Gleichzeitig können Sie nachvollziehen wie gut sich dieses Zusammenspiel durch eine Methode therapieren lässt, die sich eben auf diesen Spannungsausgleich spezialisiert hat.

Wobei ich in meiner Praxis immer darauf Wert lege mit dem Patienten nicht nur einen Weg zu finden die Spannungen zu lösen, sondern auch die spannungserhöhenden Einflussfaktoren individuell und genau zu identifizieren, um diese Erkenntnisse dann für eine nachhaltig erfolgreiche Therapie zu nutzen.

Sei es in dem man die Einflüsse stark reduziert, gänzlich ausräumt oder sich deren auch nur sehr bewusst wird, was oft schon äußert hilfreich sein kann, um angemessen zu reagieren oder präventiv zu handeln.

Durch meine eigene Schulterproblematik und die damit verbundene Ärzte- und Therapeuten- Odyssee kann ich das Leiden und die teils starken alltäglichen Einschränkungen, die mit Schulterschmerzen verbunden sind, sehr gut nachfühlen und es ist eine Herzensangelegenheit für mich hier Hilfe anzubieten.

Sollte Sie also gerade von Schulterbeschwerden geplagt sein, melden Sie sich gerne bei mir und wir gehen den Weg in die Schmerzfreiheit gemeinsam an. 

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